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Die Kunst der Prokrastination

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Vergangenen Sonntag war meine Motivation an meinRP zu arbeiten so groß, wie das Bedürfnis Festival-Dixis mit einer Zahnbürste zu reinigen. Um wenigstens irgendwas Produktives getan zu haben, fiel die Entscheidung einen Blogeintrag über Prokrastination zu verfassen. Es ist unglaublich faszinierend, wenn man feststellt, dass man sogar das Prokrastinieren prokrastinieren kann. Was habe ich in zwei Tagen getan, statt den Blogpost zu tippen? Hier eine kleine Liste, all der Dinge, die ich nur kurz dazwischen geschoben habe:

  • die Wohnung aufgeräumt
  • die Wäsche gemacht
  • meinen Arbeitsplatz umgestellt
  • mit unterschiedlichen Personen telefoniert
  • Dead by Daylight gespielt
  • Netflix-Serien geschaut
  • Charakterentwicklung betrieben
  • In RPs gepostet
  • Prokrastination gegoogelt
  • Termine gemacht und vorbereitet
  • lange mit WG besuch gequatscht
  • Zahlreiche Kaffee- und Futterpausen

Was sehe ich an Hand dieser Liste? Ich bin weder faul noch unfähig. Auch wenn die Liste mit Freizeitaktivitäten bestückt ist, sieht man ebenso viel Produktivität. Ich habe sogar geschafft, Aufgaben zu erledigen, vor denen ich mich zuvor gedrückt habe – wie Spülen. Ist Prokrastination daher immer schlecht?
Diese Frage und einige anderen zu dem Thema habe ich, wie man oben sieht, Google gestellt. Bis mir gesagt wurde, dass jeder Google benutzen kann und ich keinen Blog schreibe, um Wikipedia-Seiten zu rezitieren.
Also habe ich mir folgende Fragen selbst gestellt:

Wie prokrastiniere ich?
Warum prokrastiniere ich?
Wie steuere ich Prokrastination entgegen?

Wie oben bereits für mich festgestellt, vermeide ich keine Produktivität. Es ist mir wichtig, etwas geleistet zu haben und am Ende des Tages die Früchte meiner Arbeit ernten zu können. Es deprimiert mich, wenn meine Arbeit nicht zu einem schnellen Ergebnis führen. Langzeitaufgaben, deren Ergebnisse sich eher schleppend zeigen, fange ich schonmal grundsätzlich »später« an und mache »nur« noch schnell ein paar Kleinigkeiten vorher. Dahinter steckt ganz klar mein Bedürfnis nach Belohnung und Anerkennung.
Fazit daraus: Je schneller und spaßiger eine Arbeit ist, desto eher gehe ich sie an.

Es gibt auch noch andere Gründe in meinem Leben, die mich zum Prokrastinieren verleiten. Angst, Unsicherheit oder mangelndes Selbstbewusstsein. Eine dieser Emotionen - oder alle zusammen - gepaart mit dem Gefühl, es trotzdem machen zu müssen, lassen Prokrastination nicht mehr halb so lustig aussehen wie im Fall eines Blogpost, den man vor sich herschiebt. Diese Gefühle haben dazu geführt, dass ich mir gute acht Jahre lang gesagt habe: »Morgen rufe ich meine Schwester wirklich an.« Das führte dazu, dass ich sie und ihre Familie entsprechend lange nicht mehr gesehen habe. Mit jedem Tag wurde es schwerer, die Aufgabe in Angriff zu nehmen.

Also, wie steuer ich nun gegen Prokrastination?
Ein paar Tipps die mir helfen:

  • Mich für getane Arbeit belohnen - z.B. mit einer Folge einer Serie
  • Mich für getane Arbeit loben lassen - noch besser als Belohnung
  • Ein Prokrastionationspartner, der einen liebevoll davon abhält
  • Jeden Tag mit einer ToDo-Liste beginnen - weniger ist da oft mehr
  • Reflektieren, weshalb man es aufschiebt udn die Ursache beheben
  • Einen Prokrastinationstag einlegen bzw. sich Erholung einplanen

Wie man an der oberen Liste erkennt, klappt es nicht immer so gut. Ich arbeite noch daran. Hast du Tipps? Schreib es uns doch auf Twitter oder trete der Telegramgruppe bei!

Und wer es bisher geschafft hat, zwei wundervolle Songs über Prokastination:
PROCRASTINATION - The Musical
Prokrastination - ORIGINAL MUSIC VIDEO by mirellativegal


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Individuelle Softwareentwicklung für meinRP.de

Stand

Hiermit möchte ich mich zum offiziellen Entwicklungsstart von meinRP am 01.06.2019 auch einmal vorstellen.
Für mein gewerbliches Hauptprodukt, das ich vor 2 Jahren technisch übernommen und seitdem maßgeblich neu entwickelt und gerelauncht habe (eine webbasierte Rechnungssoftware), habe ich einen maßgeschneiderten kombinierten C++ Web-/Anwendungsserver entwickelt. Dieser Server mitsamt der zugehörigen technischen Grundlage sind für mich die Erfüllung eines kleinen Traumes, da ich in C++ dank des Compilers sowie der zur Kompilierzeit überprüften Typsicherheit schnellere und bugfreiere Webanwendungen schreiben kann, als dies zum Beispiel mit PHP möglich wäre.

Da ich selbst hobbymäßige Schreiberin bin (vor allem Gedichte), war ich sehr von der Idee des Play-by-Posts angetan, seit ich das erste Mal mit der Play-by-Post-Szene in Berührung gekommen bin (ich habe einen Animexx-Account seit über zehn Jahren). Gemeinsam an einer Story zu schreiben, diese kooperativ zu entwickeln, und sich dabei auf gewisse Charaktere zu beschränken, ist für mich eine grandiose Idee. Im privaten Leben versuche ich mich nach der Philosophie des "Theravāda"-Buddhismus auszurichten, in der man lernt, dass man die Umstände, so wie sie sind, akzeptieren muss, wenn man sie nicht ändern kann. Und genau das fasziniert mich so an diesen RPGs in Textform, da es dem echten Leben viel näher kommt.

Man kann eben nicht einfach alles kontrollieren. Wenn der "Gegenspieler" oder "Mitspieler", je nach Perspektive, den geschickt geplanten Plot-Twist durchkreuzt, dann ist das eben so. Man kann natürlich in der Situation sauer sein – das sind Playpartner in der Situation auch gerne mal – aber das ist eigentlich verpönt.
Privat spiele ich auch gerne Pen & Paper-RPGs und in diesen hat man ja eine ähnliche Situation, nur dass es noch freier, schneller und spontaner funktioniert. Und ich liebe es einfach, dass man genau wie in der harten Realität einfach immer versuchen muss das beste Blatt zu spielen, dass man mit den gegebenen Karten spielen kann.

So weit zu meiner Person – kommen wir zum Grund des Projektstarts und warum mich dieses Projekt so begeistert:
Auf allen mir bekannten deutschen Plattformen für RPGs in Textform (wie Animexx.de oder RPGLand.org), auf denen vor allem Play-by-Post (PbP RPG) gespielt wird, ist die technische und konzeptionelle Umsetzung dieser Art der Text-RPGs für mich stark verbesserungsfähig. Es wird fast immer auf eine Standard-Forensoftware aufgesetzt, daher kommt ja auch der Name "Foren-Rollenspiel". Dieser Name passt auch für manche der RPGs, in denen viele Schreiber mitspielen und jede Mitschreiber*in exakt einen Charakter spielt. Sobald man diese 1-zu-1 Beziehung zwischen Playpartner und Charakter durchbricht, fangen die Probleme an. Wenn man z.B. zwei Charaktere auf einmal spielt, diese sich in einer Szene treffen und miteinander reden, und das in einem schnellen Dialog, mit vielen kurzen Sätzen, postet man dann einfach 30 Beiträge und wechselt ständig zwischen den Charakteren? Oder schreibt man alles mit Namen eines Charakters und lässt den (oder die) anderen Charakter(e) der Szene unter den Teppich fallen?

Alles in allem überzeugen mich die existierenden Webseiten und Systeme in der deutschen Play-by-Post-Gemeinde nicht wirklich. Manche dieser Seiten haben zwar die Forensoftware erweitert und so ein paar Funktionen oben drauf "gehackt", wie einen "Kapitelmarker" auf einen Post im Thread zu setzen, oder Charakterprofile, aber auch hier glaube ich, kann man einiges verbessern. Die Charakterprofile sollten zum Beispiel an die Zeit des Posts gekoppelt werden, so dass man die Entwicklung des Charakters im Laufe des RPGs mitbekommt, je nach dem über welchen Post man sich das Profil anschaut. Außerdem sollten die Kapitel besser aufgebaut werden (zum Beispiel sollte es möglich sein an 2 Kapiteln parallel zu schreiben, die in verschiedenen Gegenden und mit verschiedenen Charakteren spielen), und es wäre gut, wenn die Relation von einem Forumspost und einem Charakter aufgehoben wird, so dass man z.B. optional mehrere Charaktere an einen Post taggen kann.

Und damit kommen wir zu meinRP. Für mich ist dieses Projekt unglaublich spannend, da ich alles Fachwissen, das ich mir in über zehn Jahren professioneller Berufserfahrung als Software-Entwicklerin und Software-Architektin erworben habe, nun dafür einsetzen möchte, um mal eine wirklich richtig gute deutsche Seite für Play-by-Post RPGs zu entwickeln und so die deutsche Text-RPG-Community voranzubringen. Dazu benötigen wir vor allem euch, da wir für die besten Konzepte möglichst viele Erfahrungsberichte und Probleme mit den bestehenden Portalen (wie RPGLand, Animexx RPG) sammeln wollen, um darauf basierend die beste Alternative für deutsche Rollenspieler zu erschaffen.


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Entwicklungs-Tagebuch

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Ende Mai 2019 wurde das Projekt 'meinRP.de' ins Leben gerufen. Seit heute gibt es diesen wunderbaren Blog. Hier wird jedoch nicht nur der reine Entwicklungsstand festgehalten. Wir von meinRP erzählen auch vom Entwicklungsalltag und all den Dingen, die unsere Haare schneller grau werden lassen. Was tut man nicht alles...? ¯\_(ツ)_/¯
Ich beneide Zukunfts-Rebecca. Die darf auf all die Beiträge blicken und sich darüber lustig machen. Aber meinem Zukunfts-Ich werde ich es schon zeigen! Auf in die Schlacht! :3